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Bienenmonitoring am BBI - Ein netter PR-Gag

25. Mai 2011

Am BBI wird ein sogenanntes Bienenmonitoring stattfinden. Ziel der Untersuchung ist es, etwaige zunehmende Schadstoffbelastungen der Luft durch den gesteigerten Flugbetrieb im Bienenhonig festzustellen. Die Studie wurde heute offiziell im Garten des Rangsdorfer Hobby-Imkers Dirk Trepke gestartet, deren Auftraggeber die Berliner Flughäfen sind. Wir hatten bereits berichtet, dass das Ergebnis schon jetzt vorhersagbar ist. Lärmforscher Eberhard Geiser setzte jetzt noch einen drauf.

In einem Interview mit der Berliner Zeitung wurde Geiser gefragt, welche Erwartungen man an das Bienenmonitoring stellen könne. Antwort:

Das ist ein netter PR-Gag. ... Schadstoffe, die bei der Verbrennung von Kerosin entstehen, bestehen zu einem erheblichen Teil aus sogenannten polyzyklischen Kohlenwasserstoffen. Sie können unter anderem Krebs erzeugen. Sie sind in der Regel fettlöslich. Da Bienenhonig wohl kaum Fett enthält, ist es kein Wunder, wenn Bienenvölker an Flughäfen unbelasteten Honig produzieren.

Nach Auffassung des renommierten Lärmforschers Geiser wäre eine Studie sinnvoller und kostengünstig durchzuführen, die direkt beim Menschen durchgeführt werden würde. Dazu könnte man die Daten von Versicherten der Krankenkassen hinsichtlich Herz- und Kreislauferkrankungen, vor allem Schlaganfall, Herzinfarkt und Herzschwäche überprüfen. Geiser:

Es gibt auch mehr Brustkrebs bei Frauen und psychische Erkrankungen

Alles in allem würden für diese Untersuchung nur 18 Monate gebraucht.

Den Beitrag des RBB zum Start des Bienenmonitorings können Sie hier ansehen. Start des Beitrags bei Sekunde 30.

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