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Rangsdorfer reiben sich die Augen - Südabkurvungen angetestet

24. Mai 2011

In der vergangenen Woche haben sich einige Rangsdorfer verwundert die Augen gerieben. Das haben sie bislang nicht oder nur in ganz großen Ausnahmefällen beobachtet: Mehrere Flugzeuge - für Rangsdorfer Verhältnisse im Tiefflug - donnnerten über die Stadt. Ein Test der ins Haus stehenden BBI-Flugrouten?

Die Gemeinde Rangsdorf könnte sich ab Juni 2012 in der Fluglärmzange befinden. Beachtenswert ist dabei, dass die häufig in Karten eingezeichneten Flugrouten-Striche Flugkorridore von etwa 2 km Breite darstellen. Bei Starts von der Südbahn in Richtung Westen befindet sich die Flugroute durch die geplante 15-Grad Abknickung nord-westlich um den Rangsdorfer See herum in etwa über Jühnsdorf bei Höhen ungefähr um 1000 Metern. Bei Starts in Richtung Osten sollen die Jets in Höhe des Schönefelder Kreuzes eine scharfe 180 Grad Kehrtwende machen und im Bereich von Groß Machnow in etwa in der gleichen Höhe fliegen.

Jet über RangsdorfNicht entschieden, aber als Prüfauftrag von der Fluglärmkommission an die Deutsche Flugsicherung gegangen, ist eine scharfe 180 Grad-Kurzabflugroute über Klein Kienitz im Bereich des Südringcenters. Robert Nicolai von der Rangsdorfer Bürgerinitiative Schallschutz e.V. gibt die dann zu erwartenden Höhen mit etwa 900 Metern an.

Für einige Rangsdorfer schien das am vergangenen Donnerstag und Sonntag bereits Realität geworden zu sein. Mehrere Jets donnerten gut erkennbar in kurzen Zeitabständen über den Ort.

Dazu Nicolai:

Diese waren bestimmt nicht, um uns zu ärgern, sondern man ist an beiden Tagen einem Gewitter über dem See ausgewichen.

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