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Demo mit Sitzblockade am BBI geplant

20. Mai 2011

Am 5. Juni 2011 findet erneut eine Demonstration am Flughafen Berlin Brandenburg International, kurz BBI, in Schönefeld statt. Bereits zum fünften Mal rechnen die Veranstalter mit tausenden von Demonstranten am zukünftigen BBI. Deren Forderungen: Nachtflugverbot, keine Drehkreuzfunktion. Die Aktionen sind dieses Mal nicht auf Transparente schwingende Teilnehmer beschränkt. Die Gangart ist schärfer.

Nach Angaben der Bürgerinitiative Schallschutz Rangsdorf e.V. (BISS) ist wiederum eine Sitzblockade geplant. Flugreisende und Autofahrer müssen sich auf Behinderungen einstellen. Bei der letzten Sitzblockade kam der Verkehr für zwei Stunden auf der B96a vollständig zum Erliegen.

Die Forderung nach einem Nachtflugverbot scheint der Minimalkonsens unter allen Bürgerinitiativen zu sein. Trotzdem natürlich bekannt ist, dass ein Nachtflugverbot in keiner Weise vorhanden sein wird. Egal, wer sich am Ende durchsetzt. Erschwerend kommt hinzu, dass die Brandenburger Landesregierung sich auch in den sogenannten Randzeiten (bis 0 Uhr nachts und ab 5 Uhr morgens) erheblichen Luftverkehr, respektive Fluglärm, durch das Bundesverwaltungsgericht Leipzig genehmigen lassen möchte.

Auch die Drehkreuzfunktion am BBI, die sich nur mit dem Bau einer dritten Start- und Landebahn realisieren lassen würde, rückt immer stärker in das Bewußtsein der Bürger und ihrer Initiativen. Damit wären die jetzt schon schwierigen Diskussionen um Flugrouten sowieso hinfällig. Und die ersten Anzeichen für den Bau einer dritten Piste sind erkennbar. Sie drücken sich in den Forderungen des Berliner Regierenden Bürgermeisters, Klaus Wowereit, aus. Er fordert die Drehkreuzfunktion und wirft anders Denkenden wirtschaftliche Inkompetenz vor, obwohl Gutachter den Standort Schönefeld als völlig ungeeignet abqualifizieren. Und die Brandenburger Staatskanzlei testete das Ansinnen während einer Podiumsdiskussion in Ludwigsfelde auf leisen Sohlen auch bereits an.

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