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Neue Flugrouten am BBI - Ramsauer maßregelt DFS

14. Mai 2011

Nach Angaben der BILD-Zeitung hat ein hochrangiges Treffen in Peter Ramsauers Bundesverkehrministerium stattgefunden, bei dem der Berliner Chef der Deutschen Flugsicherung (DFS), Hans Niebergall, gemaßregelt worden sein soll.

Ramsauers Behörde: Die DFS solle die Umfliegung von Berlin und Potsdam wohlwollend prüfen. Sicherheit habe Vorrang. Lärmschutz geht vor Wirtschaftlichkeit.

Die Chance für einen Kurswechsel liege jetzt bei mehr als 50 Prozent, so BILD. Noch Anfang der Woche sah das ganz anders aus. Niebergall wie auch der Flughafenchef Rainer Schwarz hatten sich wegen der zu erwartenden Kapazitätseinschränkungen äusserst skeptisch zu den in der Fluglärmkommission beschlossenen Flugrouten geäussert, weil Zitat: nicht handhabbar . Anschließend hatten Berlins Regierender Bürgermeister Wowereit und Brandenburgs Ministerpräsident Platzeck die DFS aufgefordert, die Vorschläge ernsthaft zu prüfen.

Gegenüber BILD habe sich ein Sitzungsteilnehmer so geäussert:

Der DFS wurde deutlich erklärt, dass eine Abweichung dessen schwer vermittelbar wäre. Herr Niebergall nannte die Hindernisse, wirkte aber bei deren Lösung sehr konstruktiv.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Steglitz Zehlendorf, Karl-Georg Wellmann, wies auf die Verantwortung der Flughafengesellschaft und der Fluggesellschaften hin, wenn die Flugzeuge die Städte nicht überqueren würden.

So wäre es auch leichter, dass Nachtflugverbot zu kippen und Starts und Landungen von 22 bis 0 Uhr und von 5 bis 6 Uhr durchzusetzen.

Das ist ein deutliches Indiz dafür, dass die falsche Standortwahl des Flughafens in Schönefeld allmählich ernsthaft in der Politik angekommen sein muss. Möglicherweise führt das zu weiteren Einsichten.

Nach Angaben aus dem Bundesverkehrministerium ist eine Verordnung von Flugrouten durch die Behörde nicht möglich. Man wird den Prozeß der Flugroutenfindung bei der DFS aber sehr genau begleiten.

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